Wie misst man die Restfeuchte von Kaminholz richtig?

Veröffentlicht am: 12. März 2026

Einleitung

Ob ein Feuer gut brennt oder nur qualmt, hängt stark vom Wassergehalt im Holz ab. Zu feuchtes Kaminholz lässt sich schwer entzünden, entwickelt viel Rauch und liefert wenig Wärme. Deshalb stellt sich früher oder später die Frage: Wie misst man die Restfeuchte von Kaminholz richtig?

Warum die Restfeuchte entscheidend ist

Frisch geschlagenes Holz enthält oft mehr als 50 % Wasser. In diesem Zustand ist es zum Heizen ungeeignet. Ein großer Teil der Energie geht verloren, weil das Wasser im Holz erst verdampfen muss, bevor es überhaupt richtig brennen kann.

Zu feuchtes Holz führt zu schlechterem Abbrand, deutlich mehr Rauch, verrußter Sichtscheibe und Ablagerungen im Schornstein. Für ein sauberes und effizientes Feuer sollte Kaminholz eine Restfeuchte von unter 20 % haben. Ideal sind Werte um 15–16 %.

Welche Methoden gibt es?

Es gibt zwei gängige Wege, die Restfeuchte zu bestimmen.

Feuchtigkeitsmessgerät

Das ist die einfachste und zuverlässigste Methode. Ein Holzfeuchtemessgerät wird mit zwei Metallspitzen ins Holz gedrückt und zeigt den Feuchtewert direkt an.

Wichtig ist dabei: Immer auf der frisch gespaltenen Fläche messen, nicht auf der Außenseite des Scheits und mehrere Messungen durchführen. Die Außenseite kann trocken wirken, während das Holz im Inneren noch zu feucht ist.

Einschätzung ohne Messgerät

Ganz ohne Gerät lässt sich die Feuchte nur grob abschätzen. Typische Anzeichen für trockenes Holz sind Risse an den Stirnseiten, eine lockere Rinde (je nach Holzart), ein hellerer Klang beim Aneinanderschlagen und ein geringeres Gewicht.

Diese Hinweise können helfen, ersetzen aber keine Messung.

Der häufigste Fehler

Der größte Fehler beim Messen ist die falsche Stelle. Viele setzen das Messgerät außen am Holz an. Dort ist das Holz fast immer trockener als im Inneren. Das Ergebnis wirkt dann besser, als es tatsächlich ist.

Deshalb gilt: Immer auf einer frisch gespaltenen Fläche messen. Nur dort erhält man einen realistischen Wert.

Wann ist Kaminholz ofenfertig?

Als ofenfertig gilt Kaminholz, wenn die Restfeuchte unter 20 % liegt. In der Praxis bedeutet das: Das Holz brennt sauber, es entsteht weniger Rauch und die Wärme wird effizient genutzt.

Holz mit etwa 15–16 % Restfeuchte lässt sich besonders gut verfeuern.

Unser Ansatz bei Heller-Kaminholz

Damit Kaminholz sofort genutzt werden kann, wird es bei uns vorgetrocknet. Wir nutzen dafür die Abwärme eines Biogas-Generators. Die entstehende Wärme wird gezielt eingesetzt, um das Holz auf eine gleichmäßige Restfeuchte zu bringen.

Das Ergebnis ist Kaminholz, das direkt verwendet werden kann, ohne lange Lagerzeit.

Fazit

Die Restfeuchte entscheidet darüber, wie gut ein Kaminfeuer funktioniert. Mit einem einfachen Messgerät lässt sich schnell prüfen, ob das Holz wirklich trocken genug ist. Wichtig ist nur, an der richtigen Stelle zu messen.

Wer auf ausreichend trockenes Kaminholz achtet, bekommt ein sauberes Feuer, mehr Wärme und deutlich weniger Rauch. 🔥

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